Webdesign

7 Tipps für eine optimale Webseitenstruktur

Wer mit seinem Auto durch ein unbekanntes Land fährt, muss sich auf sein Navigationssystem verlassen können. Dies gilt nicht nur für das reale Leben, sondern auch für die virtuelle Welt: Ein Besucher, der sich auf Ihrer Webseite zurechtfinden soll, ist auf eine optimale Webseitenstruktur angewiesen. Sie ist essenziell und entscheidet darüber, ob er auf Ihrer Webseite verweilen möchte – oder eben nicht.

 

 

Die Websitestruktur bildet die Grundlage für die Sitemap und die Navigation. Manche bezeichnen sie auch als Seitenbaum, weil durch sie die Inhalte thematisch und hierarchisch wie bei einem Stammbaum oder einem Organigramm gegliedert werden. Das ermöglicht es den Besuchern, spezifische Inhalte innerhalb eines großen Angebots zu finden. So gliedert beispielsweise ein Onlineshop sein Angebot in Hosen, Jacken, Hemden, T-Shirts usw., damit Sie als Kunde wissen, wo Sie nach Ihrem Lieblingshemd suchen müssen.

 

Eine optimale Websitestrukur für das eigene Unternehmen aufzubauen, ist nicht immer einfach. Vermutlich haben Sie schon alle Informationen und Inhalte für die neue Webseite zusammengetragen, und jetzt fragen Sie sich, wie aus diesem Berg an Informationen eine übersichtliche und gut strukturierte Webseite werden soll, auf der sich Ihre Zielgruppen gut zurechtfinden und die Ihren Anforderungen und Zielen entspricht.

 

Durch meine eigene Arbeit und aus Gesprächen mit Kunden und Kollegen weiß ich, woran es haken kann. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, eine optimale Webseitenstruktur aufzubauen.

 

 

 

1. Keep it smart and simple

Je einfacher und nachvollziehbarer die Webseitenstruktur ist, desto besser kann sich der Nutzer orientieren. Versuchen Sie nicht, bei der Gliederung und Bezeichnung der Themen das Rad neu zu erfinden. Bedienen Sie sich bei der Bezeichnung der Seiten und Bereiche üblicher Begriffe. Es hilft den Nutzern sehr, wenn Sie auf gut gemeinte Umschreibungen verzichten. Beispielsweise kann es verwirrend sein, wenn Sie die Seite mit den Kontaktinformationen als »Jetzt sollten wir reden« oder »Hier sind wir für Sie da« bezeichnen. Nennen Sie die Seite einfach »Kontakt«, denn das hat sich als Konvention durchgesetzt und wird direkt verstanden.

 

Gleiches gilt für die Gliederung der Themen. Ideal sind wenige Bereiche und Navigationspunkte je Ebene. Damit können die Navigationsmöglichkeiten, die sich dem Nutzer bieten, schnell und eindeutig erfasst werden. Zum Beispiel sind mit 5 Hauptnavigationspunkten, die jeweils 5 Subnavigationspunkte enthalten, schon 25 Seiten verknüpft.

 

Ein Nutzer soll möglichst ohne Umwege zum Ziel kommen. Wählen Sie aus diesem Grund eine überschaubare Zahl an Haupt- und Unterkategorien, benennen Sie diese möglichst aussagekräftig und verschachteln Sie die Ebenen nicht zu stark. Mit zwei Klicks sollte der Nutzer auf der letzten Ebene Ihrer Struktur angekommen sein.

 

 

 

2. Behalten Sie die Ziele im Blick

Beim Entwurf der Webseitenstruktur kann man sich leicht in Details verlieren. Dann hilft es oft, den Blick auf das Ziel zu richten und sich zu fragen, welche Aspekte den Erfolg fördern und welche nicht. Wünschen Sie sich mehr Traffic, Sichtbarkeit in den Suchmaschinen oder Conversions? Dient Ihre Webseite der Lead-Generierung? Oder möchten Sie sich einfach nur gut im Internet präsentieren? Behalten Sie Ihr Ziel stets im Hinterkopf. Denn der Erfolg einer Webseite besteht darin, Ziele zu erreichen.

 

 

 

3. Denken Sie aus der Sicht des Nutzers

Definieren Sie Buyer Personas. Dadurch verschaffen Sie sich eine konkrete Vorstellung der Person, die Sie als typischen Käufer oder Anwender ansprechen wollen. So fällt es Ihnen leichter, eine optimale Webseitenstruktur für Interessenten, Leads und Kunden zu entwickeln. Darüber hinaus sollten Sie die User Journeys festlegen. Machen Sie sich bewusst, an welchem Punkt sich Ihre Zielgruppe auf der Customer Journey gerade befindet, wenn sie Ihre Webseite besucht.

 

 

 

4. Berücksichtigen Sie verschiedene Einstiegspunkte

Früher haben Unternehmen ganz viel Herzblut in die Startseite gesteckt – Unterseiten waren nur Nebensache. Doch heutzutage bekommen viele Besucher die Startseite nie zu Gesicht. Denn Nutzer suchen nicht mehr nur nach generischen Begriffen, sondern behandeln Google wie ein menschliches Wesen. Sie stellen der Suchmaschine konkrete Fragen, und sie versteht diese Fragen und zeigt die Suchergebnisse an, die eine direkte Antwort darauf geben. Mit nur einem Klick gelangt der Nutzer zum Beispiel direkt auf eine Unterseite. Sinnvolle Verlinkungen auf der Unterseite leiten den Nutzer im besten Fall zu anderen relevanten Inhalten auf Ihrer Webseite, die wiederum einen spezifischen Mehrwert bieten.

 

 

 

5. Legen Sie Seitentypen fest

Ein weiterer Tipp für eine optimale Webseitenstruktur: Legen Sie Seitentypen wie Startseite, Verteilerseiten, Listenseiten, Detailseiten und Landingpages fest.

 

Startseite

Üblicherweise bezeichnet man als Startseite die erste Seite, die beim Aufruf einer Webadresse (Domain) angezeigt wird. Darüber hinaus kann man von ihr aus andere Inhalte der Webseite aufrufen. In der Regel verfügen die Unterseiten über einen Link, der wieder zurück zur Startseite führt, so dass von ihr aus zentral navigiert werden kann.

 

Detailseiten

Eine Detailseite ist eine Inhaltsseite, auf der detaillierte Informationen zu einem bestimmten Thema in Form von Text, Bild oder Video zusammengefasst sind. Detailseiten liegen somit in der Navigationshierarchie auf der unterster Ebene.

 

Verteilerseiten und Listenseiten

Verteilerseiten und Listenseiten liegen in der Webseitenstruktur zwischen der Startseite und den Detailseiten. Sie dienen der Gliederung der Informationen. Außerdem verteilen bzw. verlinken sie auf untergeordnete Seiten. Dafür werden Teaserelemente mit kurzen Texten und Bildern platziert.

 

Landingpages

Eine Landingpage ist eine Seite, die nach einem Mausklick auf ein Werbemittel oder auf einen Eintrag in einer Suchmaschine erscheint. Sie dient dazu, den Nutzer zu einer gezielten Aktion – der Conversion – zu bewegen. Ziele sind unter anderem der Verkauf von Produkten, die Lead-Generierung oder das Verteilen von Inhalten. Eine wirklich gute Landingpage macht aus einem Besucher einen Kunden!

 

 

 

6. Sinnvolle Verlinkung

Setzen Sie sinnvolle interne Verlinkungen, denn wie Sie Ihre Themen und Inhalte miteinander verknüpfen, beeinflusst die Nutzerorientierung erheblich. Durchdachte interne Verlinkungen führen den Besucher sinnvoll und hilfreich durch Ihre Webseite und stellen die Aspekte in den Vordergrund, die für Ihre Ziele von Relevanz sind.

 

 

 

7. SEO-Aspekt beachten

Haben Sie sich auch Gedanken über SEO gemacht? Die Webseitenstruktur wird zu selten unter SEO-Gesichtspunkten betrachtet, ein Fehler – denn speziell die Struktur einer Webseite hat einen entscheidenden Einfluss auf die Sichtbarkeit. Jede einzelne Seite trägt zur Auffindbarkeit bei Google & Co. bei! Im besten Fall gibt es für jedes relevante Keyword eine einzelne Unterseite bzw. URL. Dann weisen Suchmaschinen für einen einzelnen Begriff der entsprechenden Seite die maximale Relevanz zu. Eine übertriebene Untergliederung der Webseite gilt es jedoch zu vermeiden.

 

 

 

Fazit

 

Eine ausgeklügelte Webseitenstruktur ist das Fundament für einen gelungenen Internetauftritt. Zum einen können die Crawler von Suchmaschinen den logischen Aufbau einer Webseite besser verstehen und nachvollziehen. Zum anderen wird den Besuchern die Orientierung auf einer Webseite erheblich erleichtert. Dies sorgt für eine längere Verweildauer, eine Reduzierung der Absprungrate und somit für ein besseres Ranking.

 

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Ich freue mich über Ihre Anregungen, Fragen und Kommentare. Gern direkt hier im Blog oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

Chris

Über: Chris

Als Partner und Gründer von vierviertel berät er unsere Kunden mit Schwerpunkt Strategie. Er ist begeisterter Wellenreiter, Grillmeister und Tennis-Sandplatzspezialist!

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