Webdesign

Das gehört auf die Startseite Ihrer B2B-Website

Die Startseite hat nicht nur einen, sondern gleich mehrere Jobs zu erledigen. Sie dient als vielzitierte Visitenkarte, ist die Haustür zu Ihrem Unternehmen, fungiert als Appetithäppchen und Werteversprechen. Das alles sind verantwortungsvolle Aufgaben, die die Startpage im Idealfall effektiv erfüllt. Aber was gibt es bei der Konzeption der meistgeklickten Seite zu beachten? Sehen wir uns einmal an, was sie konkret leisten soll.

 

 

 

Eine Startseite soll:

  • Den Absender kommunizieren
  • Das Image transportieren
  • News und Aktuelles mitteilen
  • Einen ersten Überblick bieten
  • Kontaktinformationen bereitstellen

 

Das alles muss auf kleinem Raum und mit einiger Effizienz geschehen, denn Nutzer, die eine Seite anklicken, bringen normalerweise nicht sehr viel Geduld mit. Deshalb sollten wir ihnen entgegenkommen und unsere Informationen gut strukturiert zur Verfügung stellen.

 

 

 

Element 1: Das Intro

 

Millisekunden entscheiden, ob wir einer Website Zeit schenken oder sofort wieder wegklicken. Sie sind also gut beraten, Ihren Besuchern schnell und auf einen Blick zu zeigen, wer Sie sind und was Sie machen. Das gilt auch und gerade für B2B-Unternehmen, die in einem komplexeren Geschäftsfeld tätig sind. Es gibt natürlich Firmen, die so bekannt sind, dass sie sich auf der ersten Seite nicht mehr erklären müssen – denken Sie etwa an Google (ich gehe aber stark davon aus, dass Sie nicht Google sind).

 

Alle anderen sollten in einem oder wenigen Sätzen beschreiben, was das Unternehmen tut und was die Website bietet. Diese Beschreibung muss der Nutzer auf den ersten Blick entdecken. Sinnvoll ist die Kombination mit Ihrem Logo und Firmennamen (oder vielleicht verwenden Sie ja eine Wortmarke). Die Hauptsache ist aber, dass der Besucher nicht scrollen muss, um herauszufinden, was Ihre Firma anbietet.

 

Achtung: Verzichten Sie auf Marketing-Sprech. Das merken Kunden sofort. Verständliche und klare Sätze ohne Lobhudelei funktionieren viel besser.

 

 

 

Element 2: Die Inhalte

 

Klar ist: Die Startseite bietet nicht wirklich viel Platz für Inhalte, erst recht nicht im wichtigsten Bereich above the fold. Was sind also die relevanten Inhalte, die Sie hier unterbringen sollten? In vielen Fällen ist es eine gute Idee, wechselnde Themen auf der »großen Bühne« zu spielen. Sie könnten zum Beispiel im Wochenrhythmus verschiedene Aspekte und Leistungen Ihres Unternehmens präsentieren. Auch wenn sich der Content der Seite selbst nicht ändert, vermitteln wechselnde Themen auf der Startseite den Eindruck einer gut gepflegten Homepage.

 

Wichtig ist, jedem Thema genügend Platz einzuräumen. Wer keine Prioritäten setzt und zu viele Inhalte nebeneinander präsentiert, verzettelt sich leicht und nimmt dem Besucher die Orientierung. Je aufgeräumter Sie Ihren Content auf dem kleinen Raum gestalten, desto mehr Interesse erzeugen Sie.

 

Ein Tipp: Wenn Sie News und Aktuelles auf Ihrer Startpage spielen wollen, achten Sie darauf, dass diese Nachrichten auch wirklich aktuell sind. Niemand möchte Neuigkeiten lesen, die so alt sind wie die Weihnachtskekse vom letzten Jahr.

 

 

 

Element 3: Teaser für Ihre Themen

 

Wie gesagt, die Startseite ist knapp bemessen – Sie werden also unmöglich alle Inhalte darauf unterbringen können, die potenzielle Kunden interessieren. Ihre Themen, egal ob wechselnd oder statisch, müssen demnach als spannende Teaser für tiefere Inhalte dienen. Der Nutzer soll Lust bekommen, sich eingehender mit Ihrer Website zu beschäftigen.

 

Zugegeben: Auf kleinem Raum diese Neugierde zu erzeugen, ist keine einfache Aufgabe. Die richtige Headline ist eine unverzichtbare Zutat für einen guten Teaser, aber interessante Bilder sind ebenso wichtig. Achten Sie immer darauf, dem Ton und Image des Unternehmens treu zu bleiben. Wenn Sie komplexe Finanzprodukte verkaufen, auf der Startseite aber reißerisch und grell auftreten, zieht das Ihre Zielgruppe nicht an, sondern vergrault sie.

 

 

 

Element 4: Die Navigation

 

So sehr ich die Kreativität liebe und von ihrer Wirkung überzeugt bin – bei einem Navigationsmenü vermeide ich Experimente und empfehle das auch Ihnen. Ihre Website muss von jedem Punkt aus intuitiv zu navigieren sein. Alles andere erzeugt Frustration und Verwirrung, was nicht nur ärgerlich für den Besucher ist, sondern auch eine hohe Absprungrate verursacht. Das gilt in besonderem Maße für die Startseite, denn von dort wollen wir potenzielle Kunden ja durch unser Angebot leiten.

 

Am meisten Orientierung schafft ein unkompliziertes Menü, das jeder zu bedienen weiß und das sich an üblichen Konventionen orientiert. Eine übersichtliche Zahl an Menüpunkten und Drop-downs zeigt schnell und verständlich, was es auf Ihrer Homepage zu sehen gibt. Gerade bei komplexeren Inhalten lohnt es sich, das Menü und seine Unterpunkte sorgfältig zu strukturieren. Ihr Logo ist ein geeigneter Ankerpunkt, um den Nutzer wieder auf die Homepage zurückzuführen – dieser Mechanismus ist gelernt und wird intuitiv angewendet. Üblicherweise ist das Logo oben links platziert (da sind auch wir keine Ausnahme, wie Sie bei einem Blick nach oben links feststellen werden).

 

Vieles spricht für eine horizontale Anordnung der Menüpunkte im Seitenkopf (Header). Dadurch steht unterhalb des Menüs die gesamte Bildschirmbreite für die Inhalte zur Verfügung. Nutzern die mit Tablet oder Smartphone vorbeisurfen, wird das Burger-Menü präsentiert, weil die Navigationspunkte nicht mehr auf den schmaleren Bilschirmen Platz finden. Das Burger-Menü öffnet sich nach Klick und legt sich wie eine Sitemap über die Inhalte der Seite. Das Burger-Menü verdankt im Übrigen seinen Namen dem typischen Aussehen des Icons, das als Button dient. Das Burger-Icon besteht aus drei horizontalen Balken, die übereinander liegen und aussehen wie ein Hamburger in der Seitenansicht.

 

 

 

Element 5: Die Kontaktmöglichkeiten

 

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Kontaktinformationen. Denken Sie an die Nutzer, die Ihre Website besuchen, weil sie auf der Suche nach Ihrer Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder nach Ihrer Anschrift sind – Letzteres vielleicht, weil sie diese in Ihr Navigationssystem eingeben möchten. Niemand will mühselig nach Kontaktdaten suchen. Sie können diese Informationen zum Beispiel in den Footer integrieren. So können Nutzer von jeder Unterseite aus darauf zugreifen.

 

 

 

Element 6: Das Design

 

Das Design ist das erste, was einem Besucher auffällt. Eine schlecht funktionierende Navigation macht sich erst auf den zweiten Blick bemerkbar, aber das Design Ihrer Website überbringt ganz unmittelbar eine Botschaft. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Gestaltung Ihre Markenstrategie stützt. Natürlich durchlaufen auch Marken mehr oder weniger große Veränderungen – deshalb sollte man regelmäßig überprüfen, ob Image und Gestaltung noch in der gleichen Tonart spielen. Ist das nicht der Fall, schafft ein ReBranding oder ein Design Refresh Abhilfe.

 

Über das Branding hinaus muss das Design auch inhaltlich Prioritäten setzen und die Navigationsstruktur der Seite unterstützen. Klar, freundlich und aufgeräumt soll es den Besucher empfangen. Gerade auf der Startseite rollt eine gute Gestaltung den visuellen roten Teppich für Ihre potenziellen Kunden aus.

 

 Grundlagen-B2B-Inbound-Marketing

 

 

 

Fazit

 

Konzeption einer Startseite ist ein Prozess mit einigen Stolpersteinen, bietet aber eine großartige Gelegenheit, Besucher punktgenau abzuholen. Wer etwas Sorgfalt und Zeit investiert, wird sich über eine gute Performance der Seite freuen können. Denken Sie daran, wenn Sie sich mit dem nächsten Website Relaunch beschäftigen. 

 

Wollen Sie mehr über die wichtigsten Punkte für B2B-Websites wissen? Dann dürfte Sie unser Websitecheck für B2B-Unternehmen ebenfalls interessieren. Auch über Ihre Kommentare im Blog freue ich mich jederzeit.

 

 

Chris

Über: Chris

Als Partner und Gründer von vierviertel berät er unsere Kunden mit Schwerpunkt Strategie. Er ist begeisterter Wellenreiter, Grillmeister und Tennis-Sandplatzspezialist!

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