Broschüren und Präsentationen

Wie ist eine Broschüre aufgebaut?

Wenn man ein neues Auto bestellt, hat man eine riesige Auswahl an Ausstattungselementen. Man hat die Möglichkeit, mit einer Vielzahl an Gadgets das Auto genau an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen. Doch was soll man wählen? Was ist notwendig, was nice-to-have und was passt ins Budget? Bei dem Aufbau einer Broschüre gibt es ebenfalls verschiedene Inhaltselemente zu konfigurieren. Im folgenden Artikel erfahren Sie, welchen Grundaufbau eine Broschüre haben sollte und welche Zusatzelemente integriert werden können.

 

 

Eine Broschüre sollte ein bestimmtes Ziel verfolgen und dafür auf die Buyer Persona abgestimmt sein. Planen Sie eine Broschüre als Sales-Unterstützung, soll die Broschüre als Direct Mailing versendet werden, möchten Sie die Broschüre auf einer Messe verteilen oder per E-Mail als Antwort auf Kundenanfragen versenden? Je nach Ziel sollte die Broschüre einen entsprechenden Aufbau haben.

 

 

 

Der grundsätzliche Aufbau einer Broschüre.

 

Grundsätzlich gilt für den Inhalte einer Broschüre: eine klare Aussage mit allen wichtigen Informationen und einfach und attraktiv zu lesen, denn die Leser sind heutzutage nur noch auf der Suche nach interessanten Bildern und ansprechenden Headlines, leider immer nach dem Muster TL;DR (Too long; Didn't read). Je spezifischer die Broschüre angelegt ist, desto mehr inhaltlicher Content darf und muss enthalten sein. Studien und Testimonials zum Beispiel verlangen natürlich nach einer anderen Umsetzung und Aufbereitung als eine reine Produktinformationsbroschüre oder ein Produktdatenblatt. Versuchen Sie Ihren potenziellen Kunden immer wertvolle und sinnvolle Informationen zu geben. Für den Aufbau einer Broschüre gibt es verschiedene Inhaltselemente, die individuell eingesetzt werden können. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Elementen.

 

 

Welche Inhaltselemente gibt es in Broschüren?

 

  1. Cover: Das Cover ist die Eintrittskarte zu dem Thema der Broschüre. Die Leser werden dazu animiert die Broschüre aufzuschlagen, und im besten Fall denken: „Wow, das ist das Thema, über das ich schon immer lesen wollte! Und dann auch noch in so ansprechendem Design. Perfekt!“ Wählen Sie deshalb eine gut lesbare Schriftart für den Titel der Broschüre aus. Je nach Inhalt können Sie ein Titelbild auswählen, eine Illustration oder eine Grafik. Vergessen Sie nicht Ihr Logo und den Unternehmensslogan auf dem Titelblatt.
  2. Slogan: Gibt es einen Unternehmensleitspruch, dann sollte dieser auch kundgetan werden. Gehört er zur Wortmarke, dann gehört er auch mit auf das Cover, kann natürlich auch im Inneren der Broschüre nochmal aufgegriffen werden.
  3. Einleitungstext: Im klassischen Aufbau findet sich immer ein kurzer Text als Einführung ins Thema der Broschüre. Zusätzlich kann auch vor jedem Kapitel ein kurzer Einleitungstext integriert werden.
  4. Inhaltsverzeichnis: Ist es eine umfangreiche Broschüre, dann sollten Sie nicht auf ein Inhaltsverzeichnis verzichten. Damit hat der Leser eine gute Übersicht und findet sich schnell zurecht. Um das Interesse zu steigern, kann auch das Inhaltsverzeichnis zum Beispiel bebildert werden.
  5. Seitenzahlen: Haben Sie ein Inhaltsverzeichnis eingefügt, sind Seitennummerierungen natürlich unerlässlich. Aber auch ohne Übersicht am Anfang der Broschüre geben Seitenzahlen eine gute Struktur, um sich zurechtzufinden. In einem Beratungsgespräch kann man zum Beispiel dann nochmals auf eine bestimmte Seite in der Broschüre verweisen.
  6. Rubrikenkennung: Genauso wie die Seitenzahlen gibt auch eine Gliederung der Broschüre in verschiedene Rubriken eine gute Übersicht. Denn Sie möchten ja, dass Ihr Kunde alle gesuchten Informationen schnell und verständlich findet. Eine Rubrikenkennung wie Politik, Sport etc. findet man zum Beispiel in der Tageszeitung.
  7. Kapitel: Handelt es sich um eine umfassendere Broschüre, zum Beispiel eine Jahresbilanz, dann macht die Trennung in Kapitel durchaus Sinn, um eine gut gegliederte Übersicht zu bekommen.
  8. Inhaltliche Texte / Content: Der Inhalt und seine sprachlicher Darstellung richten sich natürlich im Wesentlichen nach der Zielgruppe, die angesprochen werden soll, und nach dem Produkt oder der Dienstleistung. Versuchen Sie mit einem ansprechenden Storytelling Ihre Kunden zu erreichen. Zum Thema Storytelling gibt es auch den Blogartikel: Spannendes Storytelling auf der Profilseite mit ein paar Tipps, wie man seine Kunden mit einer spannenden Geschichte einfängt.
  9. Produkterklärungen: Bei einer Produktbroschüre sind die Inhalte natürlich viel klarer: eine einfache Erklärung des Produkte mit allen Features und zusätzlich die Darstellung der technischen Daten.
  10. Event-Timetable: Wird Ihre Broschüre bei einem Event verwendet, ist ein Timetable für die Kunden immer sehr hilfreich.
  11. Anzeigen: Ist Ihre Broschüre zum Beispiel ein Kundenmagazin, dann können Sie Anzeigenflächen für (Partner-)Werbung mit einplanen.
  12. Partnerlogos: Arbeiten Sie mit anderen Firmen zusammen, dann müssen deren Logos gegebenenfalls mit dargestellt werden.
  13. Grafiken und Fotos: Um Abläufe und Anwendungen der Produkte auf einen Blick darzustellen oder Emotionen zu transportieren, sind Fotos die beste Wahl. Achten Sie dabei auf eine hochwertige Qualität der Fotos, denn Drucksachen verzeihen keine niedrige Auflösung von Fotos. Grafiken sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleitung einfach darzustellen. Geben Sie für gekaufte Fotos immer auch die Bildnachweise bzw. Credits an.
  14. Responsiveelemente: Sie verfolgen mit Ihrer Broschüre ja ein bestimmtes Ziel. Geben Sie Ihrem Kunden dazu eine passende Handlungsaufforderung – einen CTA (Call to Action). Dies kann zum Beispiel ein Formular zur Rücksendung oder ein QR-Code mit einer Verlinkung auf die Website oder auch die Aufforderung sein, sich per E-Mail zu einer Veranstaltung anzumelden.
  15. Preisinformationen: Bei einer Produktbroschüre kann eine Übersicht zu den Kosten sinnvoll sein.
  16. Bestellinformationen: Das gilt ebenso für die Informationen zu Bestellmöglichkeiten.
  17. Absenderkennung: Grundsätzlich sollte auf jeder Seite der Broschüre erkennbar sein, von welchem Unternehmen sie kommt. Dazu kann man zum Beispiel die Webadresse und oder das Firmenlogo auf jeder Seite (unaufälig) mit einbinden.
  18. Kontaktdaten: Die E-Mail-Adresse und die Website sind heutzutage unerlässlich als Kontaktpunkt. Sie können auch bei den Kontaktdaten einen QR-Code anlegen, der den Kunden dann direkt auf die Website führt oder Ihre Kontaktdaten als VCF-Datei zur Speicherung in seinen Kontakten anbietet. Verwechseln Sie die Kontaktdaten nicht mit dem Impressum.
  19. Impressum: Denn das Impressum enthält zusätzlich und notwendigerweise den Namen und die Rechtsform sowie die Anschrift des Unternehmens. Je nach Verwendungszweck der Broschüre unterliegt diese ebenfalls der Kennzeichnungspflicht.
  20. Anfahrtsbeschreibung: Je nach Zweck der Broschüre, zum Beispiel mit Informationen zu einer Veranstaltung, ist eine Anfahrtsbeschreibung sicherlich sehr hilfreich für Ihre Kunden. Aber auch grundsätzlich ist auf einer Firmenbroschüre eine Anfahrtsbeschreibung sehr kundenorientiert.

 

 

Fazit

 

Bauen Sie die Basiselemente in Ihre Broschüre ein und ergänzen Sie, individuell mit Corporateelementen und spezifischem Content und Grafiken. Lassen Sie dabei nie Ihr Ziel und Ihre Buyer Persona aus den Augen. Mehr zum Thema Branding finden Sie in unserem Branding Guide, den ich Ihnen kostenlos zum Download anbiete:

 

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Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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