Inbound Marketing Webdesign

Spannendes Storytelling auf der Profilseite

Im vorherigen Artikel habe ich mir Gedanken zur perfekten Profilseite gemacht und darüber, warum man diese auf keine Fall stiefmütterlich behandeln sollte. Wir haben erfahren, dass die Profilseite eine hohe Relevanz für die Widerspiegelung der Marke eines Unternehmens und das Ziel hat, Vertrauen bei den Websitebesuchern aufzubauen. Das Einfachste in diesem Fall ist, den User mit einem spannenden Storytelling einzufangen.

 

 

 

Storytelling: die Basics

 

Was bedeutet gutes Storytelling? Bei einer guten Geschichte ist es wie im Märchen: Man braucht einen Helden, der die Prinzessin befreien will, damit er sie heiraten kann. Doch vorher muss er noch (unter sehr schwierigen und heldenhaften Bedinungen) den Drachen besiegen. Happy End. So einfach ist es! Wenn Sie es auf die Businessebene übertragen, brauchen Sie für Ihre Story eine Figur, die ein Ziel hat, das sie erreichen will, und dafür (allein oder mit ihrem Team) mehrere Hindernisse zu bewältigen und Konflikte zu lösen hat. Am Ende gibt es eine Auflösung – Ziel erreicht. Also lassen Sie uns loslegen!

 

 

Get started!

 

Ihre Profilseite ist eingerichtet und muss nun mit Inhalten gefüllt werden. Ein gutes Storytelling ist, wie schon erwähnt, das A und O. Im Geiste oder sogar schon auf (digitalem) Papier haben Sie die wichtigsten Eckdaten Ihres Unternehmen aufgelistet. Prima! Falls nicht, hier noch ein paar Gedankenstützen für Sie: Wie ist die Unternehmensgeschichte, wann wurde es gegründet, von wem, wo und warum? Ihnen fallen sicherlich die einen oder anderen Eckdaten und Milestones der Fima ein. Wie ist die Philosophie des Unternehmens? Können Sie das Leitbild erklären, vielleicht gibt es sogar eine Geschichte dazu, wie Sie es schon angewandt haben. Was gibt es über das Team zu berichten? Gibt es ein paar Fun Facts zu dem Team oder dem Unternehmen?

Ganz wichtig, bevor Sie anfangen zu schreiben: Schreiben Sie in der Gegenwartsform. Dann klingt es immer aktuell, und Sie müssen die Basics auf der Profilseite nicht ständig aktualisieren. Sie sollten das Thema Aktualisierung aber im Auge behalten und Neuigkeiten immer kontinuierlich einpflegen. Machen Sie sich eine übersichtliche Gliederung, in der Sie schlüssig die Milestones des Unternehmens auflisten. So können Sie sich daran entlanghangeln und bauen eine sympathische und ehrliche Story auf.

 

 

Checkliste zum Abhaken

 

  1. Unternehmensgeschichte
  2. Wann wurde das Unternehmen gegründet?
  3. Von wem wurde es gegründet?
  4. Wo wurde es gegründet?
  5. Warum wurde es gegründet?
  6. Eckdaten und Milestones
  7. Philosophie oder Leitbild
  8. Team
  9. Fun Facts

 

 

Aber Achtung: langweilig und hohe Bounce-Rate

 

Aber alles klingt langweilig, wenn es nur so runtererzählt wird. Binden Sie ein paar Fun Facts mit ein und wecken Sie so die Aufmerksamkeit Ihres Kunden. Einstein hatte zum Beispiel eine 4 in Mathe – so eine Kuriosität bei einem Nobelpreisträger in Physik. Gibt es bei Ihnen im Unternehmen auch eine solche Kuriosität? Erzählen Sie davon. Das weckt die Aufmerksamkeit bei Ihren Kunden und macht Ihre Geschichte spannend und interessant. Oder Sie lockern Ihren Text mit ein paar Kundenstimmen oder Zitaten auf. Wenn Kunden von Ihren Erfahrungen mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung positiv berichten, erweckt dies einen guten Eindruck. Schön ist es auch, wenn Sie auf Artikel über Ihr Unternehmen in der Fachpresse verweisen können. So haben Sie sogar eine objektive Empfehlung als Referenz. Aber bitte sparen Sie sich zu allgemeine Äußerungen zu Zielen oder Werten, denn das klingt dann wie von irgendwoher kopiert und langweilt Ihre Kunden. Bringen Sie das auf den Punkt, was Ihr Unternehmen ausmacht. Es sollte aussagekräftig sein und Sie sollten dabei glaubwürdig bleiben, denn so schaffen Sie Vertrauen. Versuchen Sie auch die Firmeninhalte oder besondere Arbeitsweisen allgemein verständlich darzustellen und kein spezifisches Fachwissen zu vermitteln. Ihr Kunde sollte direkt verstehen, wie Ihre Arbeitsweisen oder Methoden funktionieren, ohne sich im Detail damit auszukennen. Am Ende können Sie noch kurz und knapp auf Ihre fünf bis zehn besten Referenzen verweisen bzw. verlinken. Der Kunde kann sich damit einen Überblick verschaffen und findet vielleicht schon das passende für seine Wünsche. Vergessen Sie nicht, die Seite mit einem Kontaktformular abzuschließen.

 

 

Romantik auf der Profilseite! Was soll das?

  

Sie haben nun verschiedene Möglichkeiten, Ihre Informationen feilzubieten, klassischerweise in einem kurzen, übersichtlichen Text, aber Obacht! Leiern Sie nicht nur die Fakten runter. Versuchen Sie „romantisch" zu erzählen. Sie denken jetzt „romantisch" auf einer Unternehmensprofilseite?? Das klingt verrückt. Ist es aber nicht. Ich meine damit auch nicht romantisch wie eine romantische Liebeserklärung, aber je mehr Sie emotional über Ihre Erfolge berichten oder Ziele, die Sie bereits erreicht haben, welche Hürden Ihnen dabei im Weg lagen und welche Rückschläge Sie meistern mussten, desto glaubwürdiger wirkt Ihr Unternehmen. (Siehe oben Storytelling Basics: Der Prinz usw.) Also erzählen Sie reale Geschichten, mit realen Erfolgen. Versuchen Sie die direkte Kundenansprache mit einzubinden. Ihr Kunde fühlt sich dann ernstgenommen und mit eingebunden in Ihre Story.

 

 

Das andere Storytelling: ein Interview

 

Eine andere Form als ein klassischer Text wäre zum Beispiel ein Interview mit dem CEO oder ein Gespräch zwischen zwei Gründern. Dies kann zum Nachlesen niedergeschrieben sein, aber viel besser wäre es als Video. Videos transportieren Informationen und Emotionen gleichzeitig. So erhält der Kunde einen empathischen Eindruck der Personen, die in diesem Unternehmen arbeiten. Er erfährt deren Denk- und Arbeitsweisen und kann sich so ein gutes Bild vom Unternehmen machen. Denkbar wäre auch ein Videorundgang durch das Unternehmen mit Vorstellung der Mitarbeiter oder ein Film in der Produktion. Wie lang diese Videos sein sollten? Genauso lang, dass es Ihren Kunden nicht langweilt und er es sich bis zum Ende ansieht. Überlegen Sie auch dabei, welche Informationen für Ihren Kunden relevant sein könnten. Transportieren Sie die oben genannten Hard Facts, eingebettet in eine reale Story, aber versuchen Sie nicht krampfhaft alles einzubinden. Je natürlicher Sie erzählen, desto ehrlicher und menschlicher werden Sie wahrgenommen. Und auch wenn ich es schon mehrmals erwähnt habe, auch so wird Vertrauen geschaffen – so großes Vertrauen, um Ihnen den Auftrag zu erteilen, und das sollte ja das Ziel sein.

 

 

Fazit

  

Rezept für gutes Storytelling: Mischen Sie Ihrem Kunden eine interessante, „märchenhafte" Story Ihres Unternehmens, angereichert mit den Hard Facts, gut vermengt mit ehrlichen Geschichten, einem Löffel objektiven Links und einer Prise Romantik.

 

Grundlagen-B2B-Inbound-Marketing

 

Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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