Lead-Generierung

Mit Pinterest neue Kunden gewinnen

Um mal direkt im Vorhinein mit allen Vorurteilen aufzuräumen: Pinterest ist nicht nur für Frauen, Rezepte und Bastelideen. Pinterest ist ein geniales Tool (und ich schreibe hier extra nicht Social-Media-Kanal), um neue Kunden zu gewinnen, und zwar auch im B2B-Bereich. Ich gebe Ihnen in diesem Artikel ein paar Tipps, wie Sie mit Pinterest neue Kunden gewinnen können.

 

 

Pinterest ist kein Social-Media-Kanal

 

Meist wird Pinterest in einem Atemzug mit Facebook, YouTube oder Instagram genannt und als Social-Media-Kanal bezeichnet. Eigentlich muss man Pinterest aber mit Google oder anderen Suchmaschinen vergleichen, denn Pinterest bezeichnet sich selbst als bildbasierte Suchmaschine. Pinterest vereint aber anders als zu Google die Eigenschaften eines Social-Media-Kanals mit denen einer Suchmaschine. So kann man bei Pinterest seine Rechercheergebnisse auf einer Pinnwand merken, nach Themen sortieren und später wieder ansehen. Der Feed in Pinterest basiert auf Interessen und bereits gemerkten Pins. So kann man auch einem Account folgen und mit interessantem und hilfreichem Content eine Fangemeinde aufbauen.

 

 

Die Zielgruppe bei Pinterest

 

Knapp 80 % der User von Social-Media-Kanälen verwenden Pinterest als Informationsbeschaffungstool und verbringen im Schnitt 80 Minuten pro Tag damit. Im Gegensatz zu der allgemeinen Meinung, dass Pinterest nur von Frauen verwendet wird, sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Weltweit sind rund 30 % der Nutzer männlich (business.pinterest.com). Wir können in unserer Branche feststellen, dass sogar rund 40 % unserer User männlich sind. Wir können also auch Inhalte über Pinterest verteilen, die nichts mit DIY oder Deko zu tun haben ;-), sondern branchenspezifische Fachthemen sind und damit genau unserer Buyer Persona ansprechen. Pinterest sagt auch, dass die direkte Kaufbereitschaft der Nutzer um ein Vielfaches höher liegt als bei anderen Social-Media-Kanälen.

 

 

Wie muss ein Pin aussehen, damit er Leads generiert?

 

Das Wichtigste bei Ihren Pins: Zeigen Sie nicht Ihr Produkt, sondern das, was man damit machen kann. Verwenden Sie die AIDA-Methode – Attract, Interest, Desire und Action. Sie müssen mit dem Pin Aufmerksamkeit erregen, das Interesse wecken und Verlangen schüren. Und dann eine Aufforderung (CTA) einfügen, auf den Link zu klicken. Aber achten Sie darauf, dass in dem CTA keine Kaufaufforderung, keine Werbeinformation oder die direkte Aufforderung zum Pinnen ist. Das werden Ihnen Ihre User übel nehmen, denn Pinterest ist keine direkte Verkaufsplattform oder ein Onlineshop. Ihre Kunden möchten Inspiration für ihre Suche und Lösungsvorschläge für ihre Probleme erhalten. Erzählen Sie mit dem Pin eine Geschichte und schaffen Sie durch Fotos oder ansprechende Grafiken Atmosphäre. Das geht auch im B2B-Bereich! Zeigen Sie, welchen Nutzen Ihre Kunden von dem Produkt für haben, wo Sie es einsetzen können und wie es hilft, Probleme zu lösen. Ein Messebauer zum Beispiel kann Fotos von verschiedenen Messeständen pinnen, oder ein Biotechnologieunternehmen Fotos von der Arbeit im Labor. Es können zum Beispiel auch Tipps zur Messe sein. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, seine Arbeiten zu präsentieren.

Testen Sie auch verschiedene Designs für einen Beitrag. Das ist wichtig, um gegebenenfalls andere User anzuziehen. Ein anderes Motiv oder eine andere Headline funktioniert vielleicht besser und wird dann öfter geklickt. Wenn Sie nicht ein native Photoshopper sind, ist Canva ein super Tool für Sie. Es gibt bereits vorgefertigte Layouts für Pinterest in der richtigen Größe und Auflösung, die man aber auch individuell anpassen kann.

 

Power Tipp: Geben Sie die Keywords zu Ihrem eigenen Pin ein und schauen Sie, wie Pins der Konkurrenz aussehen. Natürlich sollen Sie nicht deren Headline oder das Design kopieren, aber lassen Sie sich dadurch inspirieren.

 

Sie sollten einen Pin auch mehrmals pinnen, um dauerhaft Leads zu generieren. Also nicht einmal drei Pins erstellen und dann warten, was passiert, sondern zum Beispiel alle paar Wochen den Beitrag erneut pinnen. Tailwind ist dafür ein gutes Tool, um automatisiert Pins zu loopen.

 

Vier_Blogbeitrag_Pinterest_ScreenTailwind

 

Vergessen Sie nicht die Pin-SEO!

 

Genauso wie für Websites kann man auch bei Pinterest Suchmaschinenoptimierung betreiben. Dazu werden Keywords im Titel und in der Pin-Beschreibung eingefügt, sodass bei einer Suche in Pinterest oder sogar via Google über die Keywords die Pins gefunden und dem User angezeigt werden. Fügen Sie außerdem noch max. vier relevante Hashtags in die Pin-Beschreibung ein. Die User landen dann auf speziellen Hashtagergebnisseiten, wo die neuesten Pins ganz oben erscheinen. So haben Sie eine zusätzliche Möglichkeit, in den Suchergebnissen aufzutauchen. Mit Keywords können Sie auch die organische Suche weiter ausbauen.

Keywords können Sie innerhalb von Pinterest über die Vervollständigungssuche recherchieren. Dann können Sie sehen, wonach Nutzer bereits am häufigsten gesucht haben.

 

Vier_Blogbeitrag_Pinterest_ScreenSuche

 

Womit man neue Kunden bei Pinterest gewinnt

 

Zuerst sollte man sich natürlich die Frage stellen: Was wünscht sich der User, und wonach sucht er? Natürlich sollte man das in seiner Marketingstrategie im Allgemeinen schon längst beantwortet haben, aber an dieser Stelle geht es ganz konkret um die Leadmagneten, die man für die User bereitstellt. Die Klickraten für Pins, bei denen User etwas lernen können, sind höher, als bei reinen Bild-Pins. Eine gute Chance für B2B, ihre Produkte oder Dienstleistungen lösungsorientiert darzustellen. Leiten Sie Ihre potenziellen Kunden mit dem Link aus Pinterest direkt auf eine Landingpage, wo Sie mittels Formulars einen Download anbieten. Mithilfe dieser Leadmagneten, die Sie in dem Pin anteasern, können Sie einfach neue Kunden gewinnen.

Leadmagneten können sein:

  1. Freebies
  2. Newsletteranmeldung
  3. Blogartikel
  4. Konkrete Anleitungen zu Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt
  5. Whitepapers
  6. Anwenderbeispiele
  7. Checklisten
  8. Bauanleitungen
  9. Beschreibungen von Abläufen

Mehr zum Thema Leadgenerierung auch in anderen Kanälen können Sie in meinem Artikel Wirksames Know-how für die Leadgenerierung  erfahren.

 

Ergänzungen der Pins mit Rich Pins

 

Rich Pins sind Pins mit inhaltlichen Ergänzungen. Sie stellen dem Nutzer direkt mehr Content zur Verfügung. Dabei werden die Pins mit Ihrer Website oder Ihrem Blog verbunden und der Inhalt gleicht sich bei Änderungen automatisch mit der Pin-Beschreibung ab. Man muss Rich Pins beantragen, bevor man sie verwenden kann. Damit soll sichergestellt werden, dass die Daten korrekt synchronisiert werden. Dazu muss ein Tag auf Ihrer Website eingebunden werden. Wie das genau geht, können Sie bei Pinterest nachlesen. Grundsätzlich haben Rich Pins eine höhere Reichweite als normale Pins.

Es gibt drei verschiedene Arten von Rich Pins:

  1. Produkt-Rich-Pins: Preise und Verfügbarkeit können in Echtzeit dargestellt werden.
  2. Rezepte-Rich-Pins: Direkt unter dem Pin werden Zutaten, Zubereitungszeit und Portionsgrößen angegeben, ohne dass man auf den Pin klicken muss.
  3. Artikel-Rich-Pin: Für B2B ist der Artikel-Rich-Pin vermutlich der interessanteste Rich Pin. Es können unter dem redaktionellen Beiträge-Pin die Überschrift, der Autor und eine kurze Storybeschreibung angezeigt werden.

 

Leads mit Pinterest Ads

 

Natürlich können Sie auch Anzeigen in Pinterest schalten. Schon  mit wenig Budget können Sie ausprobieren, ob der Traffic auf Ihrer Website dadurch zunimmt. Mit Anzeigen können Sie die Reichweite steigern und so mehr neue potenzielle Kunden erreichen.

 

 

Reporting bei Pinterest

 

Im Marketing geht nichts ohne ein ordentliches Reporting. Ganz wichtig bei Pinterest ist die Engagementrate, das heißt, wie viele User mit dem Beitrag interagiert haben, also auf ihrer Pinnwand gemerkt oder sogar auf einen Link geklickt haben. Je höher die Engagementrate ist, desto mehr Personen wird der Post im Feed angezeigt und desto höher ist auch die Chance auf Leadgenerierung.

Weitere Kriterien, die beim Reporting beachtet werden sollten: Welche Posts laufen hinsichtlich Grafik, Text und Fotos am besten? Zusätzlich sollten Variationen in Tag und Uhrzeit beobachtet werden.

Das Gute bei Pinterest im Vergleich zu anderen Social-Media-Kanälen ist, dass die Pins eine Halbwertszeit von ca. drei Monaten haben. Weil sie auf Pinnwänden gemerkt sind, bleiben Sie weiterhin im Gedächtnis. Deshalb sollte man im Reporting die Pins über längere Zeit beobachten.

 

 

Mein Tipp zum Schluss

 

Pinterest ist ein super Social-Media-Kanal ;-)), mit dem Sie Aufmerksamkeit erzeugen und Traffic für Ihre Website gewinnen können. Damit eignet sich Pinterest hervorragend für die erste Phase im Inbound Marketing. Bieten Sie doch direkt mal eine einfache Checkliste zum Download an. Als Trafficlieferant ist Pinterest immer noch ein Geheimtipp und ein Gewinn für fast jede Inbound-Marketing-Strategie.

 

Grundlagen-B2B-Inbound-Marketing

 

Mehr Tipps zum Thema Leadgenerierung bekommen Sie in unserem Leadgenerierungs-Worksheet:

Leadgenerierung Worksheet Inbound Marketing

Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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