Branding

Wie wähle ich den perfekten Markennamen?

Gestern Abend war ich zum Abendessen in einer Pizzeria verabredet. Lecker! Meine Wahl fiel auf eine Pizza Quattro stagioni! „Aber wie spricht man das wohl richtig aus?“, war mein Gedanke, als der Kellner an den Tisch trat, um die Bestellung aufzunehmen ... Um mich nicht ganz zu blamieren, habe ich dann der Einfachheit halber die Nummer 25 bestellt. Nicht ganz so peinlich, aber trotzdem nicht so praktisch ist es, wenn Markennamen nicht richtig ausgesprochen werden können, weil sie entweder zu kompliziert, oder aus einer anderen Sprache sind. Ein paar Tipps, wie man für sein Produkt oder sein Unternehmen den richtigen Markennamen auswählt, finden Sie in diesem Blogartikel.

 

 

Ein Markenname für Ihr Unternehmen!

 

Nehmen wir an, dass Sie auf der Suche nach einen Markennamen für Ihr Unternehmen sind. Der Name ist eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Element einer Kommunikationsstrategie, denn es ist die Basis eines jeden Brandings. Der Name taucht immer und überall auf: als großes Firmenschild am Gebäude, auf Briefpapier und Visitenkarten, in der URL und auf der Website; und nicht zuletzt wird er auch gesprochen am Telefon.

Der Markenname ist oft eines der grundlegenden Unterscheidungsmerkmale für ein Unternehmen oder ein Produkt und soll zu einer eindeutigen Identifikation und Wiedererkennung führen.

 

 

Was macht einen guten Markennamen aus?

 

Das Unternehmen soll durch den Namen einen Unique-Effekt bekommen. Mit dem Markennamen werden oft Emotionen geweckt und transportiert, sodass ein starker Wiedererkennungseffekt erreicht werden kann. Viele einschlägige Markennamen, die wir kennen, sind außerdem prägnant allein wegen ihrer Kürze. Denn kurze, einfache Namen gehen schneller und leichter über die Lippen als lange komplizierte Wortgebilde. Deshalb sind melodisch klingende Wörter mit vielen Vokalen einfacher zu merken als solche mit vielen Konsonanten, zum Beispiel Zalando im Vergleich zu Woolworth. Außerdem ist eine phonetische Eindeutigkeit wirklich wichtig, weil die meisten Ihrer Kunden Ihr Unternehmen vermutlich zunächst im Internet suchen werden. Wie groß ist die Frustration, wenn man mehrmals den falschen Namen eingibt, weil man nicht weiß, wie er richtig geschrieben wird. Mir geht das so mit Tchibo oder Tschibo. Nervig. Also lassen Sie lieber die Finger von erklärungsbedürftigen Wörtern oder gar Zungenbrechern. Die mögen im ersten Moment vielleicht witzig oder unverwechselbar erscheinen, machen Ihren Kunden aber vermutlich einen Knoten in die Zunge. Bedenken Sie bei der Namenwahl auch die Tonation am Ende des Worts. Namen, die auf i enden, gelten als niedlich, wohingegen Namen, die auf o oder auch a enden, als groß und stark wahrgenommen werden. Nochmal: Zalando vs. Barbie oder Bifi (Verniedlichung von Beef).

 

 

Markennamen international einsetzen!

 

Wenn Sie einen neuen Namen andenken, dann beachten Sie unbedingt auch die Internationalität des Wortes. Stichwort Globalisierung! Prüfen Sie die Bedeutung des Markennamens in anderen Landessprachen, damit es nicht zu peinlichen Übersetzungen oder Irritationen führt. Denn selbst wenn Ihr Unternehmen nur lokal oder national agiert, Ihre Internetseite ist international auffindbar, ebenso wie die meisten Social-Media-Kanäle. Auch (internationale) Stakeholder oder Investoren oder zum Beispiel Lieferanten sollten Ihren Namen verstehen und aussprechen können. Und: Denken Sie in die Zukunft! Vielleicht expandieren Sie ja bald international.

 

 

Prüfen Sie die rechtliche Lage des Markennamens!

 

Haben Sie mehrere Namen in der engeren Auswahl, dann müssen Sie prüfen, ob die Namen schon bei anderen Firmen im Einsatz sind und ob Sie sie überhaupt nutzen dürfen. Googeln reicht dabei nicht, der Name kann auch geschützt sein, ohne dass er im Netz zu finden ist. Um Reputationsschäden und Regressansprüchen zu entgehen, sollten Sie das deshalb gründlich prüfen. Schützen lassen können Sie den Namen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA). Man kann den Namen auch direkt als EU-Marke und auch für den amerikanischen und chinesischen Raum schützen lassen. Einen ausführlichen Artikel zum Thema Markenrecht Wenn der perfekte Name gefunden ist: Wie Sie Ihren Markennamen schützen finden Sie in unserem Blog. Im diesen Zuge sollten Sie direkt die Website registrieren lassen. Sonst haben Sie nachher einen wunderschönen Markennamen, aber die Website ist nicht mehr frei. Blocken Sie auch Falschschreibweisen Ihres Namens und richten Sie eine Umleitung auf die richtige URL ein, damit dies nicht von einem Konkurrenten zu seinem Nutzen verwendet werden kann.

 

 

Fazit

 

Nomen est omen – der Name ist Programm. Das bringt es bei dem Thema Markennamen ziemlich auf den Punkt. Wählen Sie den Namen für Ihr Unternehmen oder Produkt mit Bedacht und nach den oben beschriebenen Kriterien aus. Viele weitere hilfreiche Tipps zum Thema Markenentwicklung und Branding finden Sie in unserem Branding Guide. Das kostenlose E-Book können Sie unten herunterladen.

 

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Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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