Webdesign

Wie fit ist Ihr Website Footer?

Meine Lieblingssüßigkeit ist Schokolade – genauer gesagt Nussschokolade. Auch wenn es ungesund ist, manchmal gönne ich mir ein paar Stückchen, ohne dabei auf die Nährwerttabelle und die Inhaltsstoffe zu achten. Macht ja sonst auch keinen Spaß. Stünde aber vorne auf der Packung unter „Cremige Vollnussschokolade“ direkt das Kleingedruckte, dann würde ich (eventuell) nur ein Stück Schokolade naschen. Andere werfen aber direkt einen Blick auf das Kleingedruckte und schauen schon beim Einkaufen direkt auf die Zutaten. Sie entscheiden anhand dessen, ob sie die Schokolade in den Einkaufswagen legen oder nicht. Die Nähwerttabelle ist vergleichbar mit dem Footer auf Websites – für manche irrelevant und für manche kaufentscheidend. Prüfen wir doch mal, wie fit Ihr Footer so ist!

 

Eine Website teilt sich klassischerweise in drei Bereiche: Header, Body und Footer. Während allen Dingen, die „Above the fold“ stehen, sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, ist der Footer oft ein verkümmerter und vernachlässigter Teil der Website. Dabei steckt doch so viel Potenzial in dieser oft unscheinbaren Fußzeile. Gehen wir dem mal auf den Grund.

 

Was ist der Footer?

Der Footer ist am unteren Rand der Website angesiedelt und zeigt das Ende der Seite an und gibt damit einen Rahmen vor. Da der Footer auf jeder Seite der Website immer sichtbar und immer gleich ist, kann sich der User schneller zurechtfinden und hat dank dieser Orientierungshilfe eine bessere User Experience (UX). Oft wird von Usern auch direkt zum Footer gescrollt, wenn bestimmte Informationen, wie zum Beispiel das Impressum, gesucht werden. Es gibt also dem Footer gegenüber bereits eine gewisse Erwartung, was dort vorzufinden sein sollte, und gewisse Basics, die unbedingt in den Footer gehören. Aber darüber hinaus können im Footer noch weitere Informationen angesiedelt werden, die die User Experience noch erhöhen und den User zum Verweilen auf der Seite animieren.

 

Was gehört in einen Footer?

 

Es gibt die rechtliche Vorgabe, dass bestimmte Inhalte wie Datenschutz, AGB, Haftungsausschluss oder Impressum auf einer Website von jeder URL mit einem Klick erreichbar sein müssen. Da dieses „Kleingedruckte“ eher uninteressant ist, findet man diese Inhalte oft im Footer wieder. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Inhalte, die gut im Footer dargestellt werden können.

  • Kontaktinformationen und Wegbeschreibung mit interaktiver Karte, Öffnungszeiten eines Ladenlokals, Zahlungsoptionen oder weiter Standorte sind wichtige Informationen, die im Footer aufgeführt werden sollten.
  • Neben den Kontaktdaten kann auch direkt ein Kontaktformular in den Footer eingebunden werden; das macht es für den User noch einfacher, von jeder Stelle der Website aus Kontakt aufzunehmen.
  • Meist findet man einen Servicebereich mit Downloads, Testimonials, FAQ, einen Link zum Newsletterabo, zum Supportbericht oder die Möglichkeit, ein Serviceticket aufzumachen.
  • Social Icons aller Social-Media-Profile, die vom Unternehmen gepflegt werden, sollten im Footer aufgeführt sein. Natürlich mit direkter Verlinkung auf das jeweilige Profil.
  • Eine weitere Kategorie im Footer sind interne Verlinkungen zur „Über uns“- Seite, Stellenangebote und der Darstellung von Zertifikaten oder Auszeichnungen.
  • Gibt es einen B2B-Bereich, findet man im Footer oft eine Verlinkung zu Partner- und Affiliateprogrammen oder einen Loginbereich für Partner.
  • Um den Footerbereich interessant zu gestalten und den User zum Bleiben zu bewegen, kann man CTAs einbauen, um zum Beispiel einen Newsletter zu abonnieren oder auch ein E-Book downzuloaden. Eine Verlinkung zu den neusten Blogbeiträgen erhöht die Chance, dass der Websitebesucher noch länger auf der Website verbleibt.

 

Warum ist der Footer SEO-relevant?

Der Footer ist nicht nur ein informatives Element für Ihre Kunden, sondern kann auch dazu dienen, Ihr Websiteranking zu verbessern. Durch die vielen internen Verlinkungen des Footers auf verschiedene Subpages Ihrer Website, zum Beispiel auf die Über-uns-Seite oder das Partnerprogramm, „bemerkt“ Google beim Durchcrawlen Ihrer Seite, dass sich viel informativer Content bei Ihnen befindet. Dann wird die Seite in den Suchergebnisseiten höher angezeigt. Außerdem können Sie im Footer auch Keywords platzieren, die eine Pillar Page oder einen Blogbeitrag stärken, der auf den Suchergebnisseiten nicht auf die zweite Seite rutschen soll. Allgemein können Sie Keywords, für die Sie gefunden werden möchten, im Footer einbinden, sodass dadurch ebenfalls das Ranking verbessert werden kann.

Aus SEO-Sicht ist es nicht unbedingt nötig, nochmal die Sitemap im Footer abzubilden, wie man es oft auf Seiten sieht. Da das Menü schon im Header vorhanden ist, ist eine zweite Verlinkung des Menüs nicht SEO-relevant.

Möchten Sie mehr über SEO erfahren, empfehle ich Ihnen unseren Blogartikel: Was ist SEO, und wie kann ich es einsetzen?

Wie gestalte ich das Design des Footers?

Damit die Websitebesucher am Ende einer Seite nicht die Seite verlassen, sollte der Footer ansprechend gestaltet sein. Zwar muss das Kleingedruckte untergebracht werden, aber das heißt nicht, dass alles in einer winzigen Schrift an den unteren Rand der Seite gequetscht werden muss. Der Footer kann durchaus luftig gestaltet sein. Wenn man innerhalb des Footers einen CTA einbindet oder auf Blogbeiträge verlinkt, können diese Elemente auch grafisch unterstützt werden. Der Footer sollte sich aber deutlich vom Body unterscheiden, sodass der User weiß, dass er am Ende der Seite angelangt ist.

Fazit

Der Footer ist ein wichtiges Element auf einer Website. Er dient nicht nur dazu, relevante und rechtlich notwendige Informationen unterzubringen, sondern ist eben auch für SEO und UX relevant. Er stützt die Website mit wichtigen Keywords, und interne Verlinkungen dienen zum besseren Ranking bei Google. Deshalb sollte dem Footer genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt werden wie dem Header einer Website. In unserem kostenlosen Website Relaunch Guide bekommen Sie noch mehr Tipps zur Neugestaltung Ihrer Website. Sie können ihn über den Link unten kostenlos herunterladen.

 

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Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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