Inbound Marketing

Inbound Marketing – bringt das was?

Okay, jetzt mal ganz ehrlich: Wer von Ihnen hat in letzter Zeit auf einen Banner geklickt, und zwar freiwillig und mit Interesse? Oder eine Dialogpost gelesen und gedacht: Super, das ist genau das, was ich gesucht habe! Oder sich über den x-ten Cold Call aus einem Callcenter gefreut (‚nicht geärgert’ lassen wir hier auch gelten). Nein? Eher nicht? Kann ich sehr gut verstehen.

 

All die bekannten und gelernten Werkzeuge des B2B-Marketings funktionieren nicht mehr. Oder zumindest nicht mehr so gut wie vor zehn Jahren noch. Woran liegt das? Sind die Banner nicht mehr kreativ genug, die Vertriebsmitarbeiter zu unmotiviert? Müsste man einfach mehr Aufwand, Zeit und Geld in die vertrauten Werbemittel investieren? Ich denke: Nein. Das kann nicht die Lösung sein.

 

Es ist so: Wir alle werden mit unzähligen Werbebotschaften berieselt. Jeden Tag, fast überall. Die Zahl dieser Botschaften steigt kontinuierlich. Kein Wunder, dass wir keine Aufmerksamkeit mehr dafür übrig haben. Und keine Lust, uns all die unerwünschten Briefe, Banner, TV-Spots anzuschauen. Das sind mitnichten Einzelfälle, sondern die überwältigende Mehrheit: Ganze 87% der Fernsehzuschauer schalten um, wenn ein Werbeblock beginnt, sagt TV-Format-Entwickler Boris Brandt und verweist dabei auf eine aktuelle Studie auf sueddeutsche.de. Und auch die folgende beeindruckende Statistik, auf die wir im HubSpot-Blog gestoßen sind, bestätigt diesen Trend: 84% der User klicken ganz fix weg, wenn sie von unpassender digitaler Werbung so richtig genervt sind.

 

All die klassischen Outbound-Maßnahmen verzeichnen einen rückläufigen Return on Investment (RoI). Das bedeutet ganz schlicht, dass sich die Investition nicht rechnet, weil die Rendite nicht mehr stimmt. Und das wird nochmal klarer, wenn man sich die Zahl der gewonnenen Leads der klassischen Methoden anschaut – hier verpufft sehr viel Aufwand im Nichts. Wenn also die alten Werkzeuge stumpf geworden sind, wird es Zeit, über neue Werkzeuge nachzudenken.

 

Zugegeben, das klingt erst einmal mühsam. Nach viel Arbeit und Umstellungsprozessen und einer großen Portion Ungewissheit. Keine Sorge, so kompliziert ist es gar nicht. Hier präsentiert sich eine großartige Chance, im Marketing gründlich aufzuräumen und sich von allen Maßnahmen zu trennen, die unverhältnismäßig viel Budget verschlingen und dabei nur mittelmäßige oder unbefriedigende Ergebnisse erzielen. Schließlich ist es kaum im Sinne eines gewinnorientierten Unternehmens, seinen Kunden mit ungewollten Botschaften auf die Nerven zu gehen.

 

Setzen Sie lieber auf solche Botschaften, die gern gehört oder im Idealfall sogar gewünscht werden. Oh ja, das geht! Dahinter steckt eine neue, kundenorientierte Philosophie des Marketings.

 

Wovon wir da sprechen? Wir sprechen von Inbound Marketing.

 

 

Was ist so besonders an Inbound Marketing?

 

Inbound Marketing funktioniert anders. Inbound Marketing bietet Kunden das, was sie gerade brauchen. Durch eine zielgruppenrelevante Content-Strategie entsteht echter Mehrwert. Und Mehrwert bedeutet in diesem Fall: Mir als Interessent oder Kunde wird das präsentiert, was ich sehen oder lesen will. Ich werde bei meiner Recherche unterstützt und finde genau die Informationen, die ich dazu benötige. Wenn wir Interessenten diesen Service bieten, gewinnen wir ihre freundliche Aufmerksamkeit. Und sie beschäftigen sich ganz freiwillig mit unseren Leistungen. Knapp gesagt: Wir wollen uns unseren Kunden nicht in den Weg stellen, sondern ihnen helfen, ans Ziel zu kommen.

 

Dass diese Taktik sehr gut ankommt, beweisen auch die Zahlen: Der RoI liegt mit Inbound Marketing drei Mal höher als mit den klassischen Methoden. Das Prinzip des Inbound Marketing stützt sich  nicht auf ein Format, sondern orientiert sich konsequent an Kontext und Inhalt. In welcher Form diese Inhalte angeboten werden, hängt wiederum von den Vorlieben der Kunden ab. Um herauszufinden, was Besucher interessiert, wird beim Inbound Marketing viel Wert auf einen stetigen Lern- und Optimierungsprozess gelegt.

 

Unsere Kunden sind jetzt diejenigen, die die Taktzahl vorgeben: Sie bestimmen die Form und die Häufigkeit der Kontakte. Indem wir relevanten, qualitativ hochwertigen Content bereitstellen, verdienen wir uns die Erlaubnis, mit ihnen zu kommunizieren. Es geht also nicht darum, sich mit allen Mitteln in das Sichtfeld der Interessenten zu drängen, sondern sich deren freiwillige Aufmerksamkeit zu erarbeiten.

 

 

inbound-marketing vs. outbound-marketing

 

 

Ein weiterer zentraler Pfeiler des B2B-Marketings ist der Aufbau und die Pflege der Kundenbeziehung. Nachdem wir den Kunden durch Inbound Marketing gewonnen haben, nutzen wir die Methoden um mit ihm in Verbindung zu bleiben, kümmern uns um seine Anliegen, analysieren seine Interessen und Vorlieben. Das ist ein sehr nachhaltiger Ansatz. Denn wer zuverlässig genau die Angebote und Informationen erhält, die er haben will, kommt gern wieder.

 

Und eins will ich hier sicher nicht verschweigen: Inbound Marketing ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch kostengünstiger als die klassischen Outbound-Maßnahmen. Ein durchschnittlicher Outbound-Lead kostet rund 310 Euro. Ein Inbound-Lead dagegen nur 118 Euro. Klingt nach einer guten Nachricht? Ist auch eine. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite: Inbound Marketing – von der Strategie bis zur Einführung und Schulung.

 

 

Fazit

Inbound Marketing hat viele Vorteile. Es ist zeitgemäß, kundenbezogen, kosteneffizient und erlaubnisbasiert. Keine Einbahnstraße, sondern eine gegenseitiger Austausch zum Vorteil beider Parteien. Wir schaffen eine starke Kundenbeziehung, wenn wir aufhören, ungewollte Botschaften zu versenden – und anfangen, die Inhalte zu bieten, die unsere Kunden wirklich interessieren.

 

Unser kostenloses eBook „Grundlagen des B2B Inbound Marketing“ bietet Ihnen einen kompakten Überblick über die kundenorientierte Marketingphilosofie. Sie können es gleich hier herunterladen.

 

Grundlagen-B2B-Inbound-Marleting

 

 

 

Ich bin gespannt auf Ihre Meinung zum Thema. Auch Fragen beantworte ich jederzeit gern. Weitere Informationen über unsere Leistungen im Bereich Inbound Marketing finden Sie hier.

Chris

Über: Chris

Als Partner und Gründer von vierviertel berät er unsere Kunden mit Schwerpunkt Strategie. Er ist begeisterter Wellenreiter, Grillmeister und Tennis-Sandplatzspezialist!

Kommentare

In den Verteiler eintragen

Unser Newsflash kommt per Mail und bringt aktuelle Marktberichte und Neuigkeiten aus der Agentur – immer dann, wenn es etwas Wichtiges zu berichten gibt.

Verwandte Artikel