Branding

Ultimative Tipps für das Employer Branding

Kleine Fragerunde: An wen denken Sie, wenn Sie einen Mann mit schwarzem Rollkragenpullover und Nickelbrille sehen? Auf einer Bühne. Mit einem weißen Mobiltelefon in der Hand? ;-)) Oder eine Frau, die ihre Hände als Raute hält? Oder diese elegante Dame mit blutroten Lippen, Perlenkette, Bubikopf und Fünfziger-Jahre-Kostüm? Oder der Mann mit weißem Haarzopf, schwarzer Brille? Haben Sie sie erkannt? Für alle zusammen steht, dass man an einigen markanten Merkmalen diese Personen direkt wiedererkennt, ohne dass es um ihr Produkt oder ihren eigentlichen Beruf geht. Sie haben sich selbst quasi zur Marke gemacht. Genau darum geht es auch beim Employer Branding – das eigene Unternehmen den potenziellen und bereits bestehenden Mitarbeitern als Marke mit Wiedererkennungseffekt vorzustellen.

 

 

Was ist eine Arbeitgebermarke?

 

Mit dem Employer Brand oder auf deutsch der Arbeitgebermarke versucht man das Arbeitgeberimage durch geeignete strategische Maßnahmen zu stärken und damit das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Es geht darum, eine positive und unverwechselbare Wiedererkennbarkeit des Unternehmens zu schaffen und sich von anderen Unternehmen abzuheben.

 

 

Wozu braucht man einen Employer Brand?

 

... werden Sie sich vielleicht jetzt fragen. Es geht doch eigentlich darum, die Produkte und Dienstleitungen der Unternehmen zu verkaufen und nicht das Unternehmen selbst. Bei dem Employer Branding geht es aber vielmehr darum, sich in dem hart umkämpftem Arbeitsmarkt – ich sage nur Personal- und Fachkräftemangel – als attraktiven Arbeitgeber darzustellen, um die hochqualifizierten Bewerber für sich gewinnen zu können. Dazu kommt noch, dass durch eine starke Arbeitgebermarke die aktuelle eignen Arbeitnehmer hochmotiviert bleiben und im Unternehmen gehalten werden können. Bedenkt man, dass die Einarbeitung und Qualifizierung von neuen Mitarbeitern sehr kosten- und zeitintensiv ist und man für seine Mitarbeiter schon hohe Investitonskosten getätigt hat, sind die Kosten für die Mitarbeiterbindung vergleichsweise niedriger. Der Idealfall ist, wenn die Arbeitnehmer sich so stark mit dem Unternehmen identifizieren, dass sie zu Markenbotschaftern werden und das Unternehmen als Arbeitgeber und auch dessen Produkte oder Dienstleitungen weiterempfehlen. Also liegen die Ziele des Employer Brandings in der Mitarbeitergewinnung bzw. Mitarbeiterbindung und sind eng verknüpft mit dem Branding des Unternehmens.

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Wie schafft man eine Strategie für den Employer Brand?

 

Um eine geeignete Strategie für das Branding des eigenen Unternehmens zu erstellen, braucht es die Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen. Dazu zählen vor allen Dingen die Verantwortlichen für Personal (HR), die externe und interne Kommunikation des Unternehmens (Marketing, Vertrieb, Öffentlichkeitsarbeit) und natürlich das Management des Unternehmens. Diese müssen dann zunächst verschiedene Fragen klären.

 

1. Was macht Ihr Unternehmen einzigartig?

Was ist die Identität des Unternehmens. Welche Merkmale zur Wiedererkennbarkeit gibt es in Ihrem Unternehmen? Was macht das Unternehmen einzigartig? Beachten Sie, dass Ihre Aussagen nicht floskelhaft oder zu allgemein und austauschbar sein sollten. Die Botschaften sollten sich sowohl auf das Leistungsversprechen beziehen, das Kunden und Dienstleister gegeben wird, als auch darauf, was das Unternehmen seinen Mitarbeitern geben kann und will. Da ist für Mitarbeiter oft neben der Entlohnung das "Klima" relevant, das im Unternehmen und unter den Mitarbeitern herrscht. Leere Versprechungen in Stellenanzeigen oder auch in Mitarbeiterzeitungen wirken sich dabei aber meistens schädlich aus.

 

2. Was ist das aktuelle Image des Unternehmens? Und was wollen wir ändern?

Dies kann man an verschiedenen Dingen festmachen. Zum Beispiel: Kommen viele Bewerbungen rein? Wie sehen die Bewegungspfade auf der Website aus? Wird die Offene-Stellen-Seite viel besucht? Wie sieht es mit der Profilseite aus? Möchten die Websitebesucher etwas über Ihr Team erfahren? Wie ist die Resonanz in den Social-Media-Kanälen?

 

3. Wer ist die Employer Persona?

Genauso wie die Buyer Persona für zielgerichtete Marketingmaßnahmen in einem Kaufprozess ermittelt werden muss, muss die Employer Persona für das Branding eines Unternehmens identifiziert werden. Nur so können geeignete unternehmensstrategische Maßnahmen entwickelt werden, die sich an die »richtigen« Bewerber richten. Dabei geht es nicht nur um die fachlichen, sondern genauso um menschliche Komponenten, die wichtig sind, damit ein Unternehmen im Team funktioniert.

 

 

Maßnahmen im Rahmen des Employer Brandings!

 

Bei der Vorgehensweise in der Employer-Branding-Strategie muss man unterscheiden zwischen Maßnahmen für die Mitarbeitergewinnung und die Maßnahmen für die Mitarbeiterbindung.

Für die Mitarbeitergewinnung gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich mit dem Employer Brand zu positionieren. Dazu zählen zum Beispiel: Karrieretage, Absolventenevents, Jobbörsen, Messen und Events. Dort können Sie sich mittels Imagebroschüren oder Videos als attraktiver Arbeitgeber darstellen. Versehen Sie die Broschüren mit einem QR-Code, so dass sich die Bewerber problemlos auf eine Stelle bewerben oder in Ihren Newsletterpool mit aufgenommen werden können. Videos können Sie crossmedial auf der Messe und auf Ihrer Website zeigen. Die Karrierseite auf Ihrer Internetpräzenz sollte immer up to date und auf Ihre Employer Persona abgestimmt sein. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Bewerber eine positive User Experience hat. Bei einem komplizierten Bewerbungsprozess steigen schon viele Bewerber vorher aus. Ein Bewerbungsprozess sollte in drei Schritten abgeschlossen sein, und eine automatisierte Antwortmail zum Eingang des Bewerbungsformulars sollte direkt versendet werden. Behandeln Sie Ihre Bewerber wie Ihre Kunden! Nicht zu vergessen sind die Social Media Kanäle die ebenfalls für das Employer Branding und damit auch für die Mitarbeitergewinnung genutzt werden können.

Für die Mitarbeiterbindung gibt es ebenfalls einige strategische Maßnahmen die getroffen werden können. Dazu zählen Firmenevents, Weiterbildungsmaßnahmen und die gesamte Firmenkultur die im Unternehmen herrscht. Die Social-Media-Kanäle können in diesem Bereich ebenfalls zum tragen kommen, zum Beispiel, wenn Mitarbeiter Beiträge teilen oder liken.

 

 

Fazit

 

Sie sehen, für das Employer Branding braucht es den Zusammenschluss von mehreren Abteilungen, um die Unternehmenspersönlichkeit, die Identität und das Unternehmensimage festzulegen. Dabei müssen die wichtigsten Stärken des Unternehmens herausgearbeitet und analysiert werden. Daraus sollte dann eine Content- und Mediaplanung hervorgehen, mit deren Maßnahmen sowohl Mitarbeitergewinnung als auch Mitarbeiterbindung verbunden werden können. Mehr zum Thema Branding erfahren Sie in unserem kostenlosen Branding Guide.

 

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Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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