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Firmenname finden – der ultimative Guide!

Hier in Köln (und in vielen deutschen Großstädten) gibt es seit geraumer Zeit einen Gertränkelieferdienst, der mit seinen Transportern immer und überall in der Stadt zu sehen ist. Als ich einen solchen Transporter das erste Mal gesehen habe, musste ich sehr über den Namen schmunzeln: Flaschenpost – trifft's ja ziemlich gut auf den Punkt: Flaschen die quasi per Post kommen und das Beste: sogar direkt bis zur Haustür und nicht nur in den Briefkasten.;-) Ich finde den Namen sehr einprägsam und aussagekräftig. Da hat sich mal jemand richtig Gedanken gemacht. Den richtigen Firmennamen für seine Geschäftsidee oder für sein Produkt zu finden ist mitunter nämlich nicht so leicht, gibt es doch viele Dinge zu berücksichtigen. Sind Sie gerade auf der Suche nach einem perfekten Firmennamen? Hier kommen ein paar Tipps, wie der ultimative Firmenname schnell gefunden werden kann.

 

 

Ein Firmenname ist das Aushängeschild Ihres Unternehmens, deshalb muss er beim „ersten Augenkontakt“ den besten und vor allen Dingen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Egal ob Sie ein Start-up sind oder für ein neues Produkt aus Ihrem Hause einen Namen suchen, das Prinzip ist immer das Gleiche: Einzigartig soll er sein. Dazu müssen einige Dinge bei der Auswahl beachtet werden. Wie soll sich Ihre Marke präsentieren? Gegen welche Wettbewerber muss sie sich durchsetzen? Wo liegt das einzigartige Potenzial Ihres Unternehmens, und wie machen Sie es sichtbar? Das sind einige Fragen eines Brandingprozesses, auf deren Basis der Kern der Marke bestimmt wird.

 

 

Die Rechtsform im Firmennamen

 

Zunächst müssen Sie die Rechtsform Ihres Unternehmens beachten, bevor Sie sich an die Namenssuche machen. Ist es eine eingetragene Gesellschaft, dann müssen Zusätze wie AH, GmbH oder UG im Namen enthalten sein. Haben Sie eine Personengesellschaft, dann muss der Nachname im Firmenname vorkommen, bei einer GbR sogar Vor- und Nachname. Auch zu beachten sind Zusätze wie zum Beispiel international, Bio oder biologisch oder Institut – diese müssen zwingend notwendig zutreffen und sind nur dann gültig.

 

 

Die Anforderungen an einen Firmennamen

 

Bei der Auswahl eines Firmennamens sollte nach verschiedenen Kriterien vorgegangen und beurteilt werden. Wie in meinem Eingangsbeispiel beschrieben, ist es sehr von Vorteil, wenn der Name so eingängig und einfach ist, dass man sich leicht an ihn erinnert. Deshalb sollte der Name möglichst kurz beziehungsweise aus unkomplizierten Wörtern zusammengesetzt sein. Das ist auch bei der Schreibweise sehr wichtig. Zwar mag ein Firmennamen wie „Sanytör“ für einen Installationsbetrieb irgendwie besonders sein (gibt es wirklich ... ), es wird sich aber kaum einer an die richtige Schreibweise erinnern, geschweige denn die Firma dann im Internet finden können. Außerdem: Wie wird das ausgesprochen? Genauso wichtig wie die Schreibweise ist die Aussprache, beziehungsweise die Tonation des Firmennamens. Nur wenn der Name verständlich ausgesprochen werden kann und melodisch klingt, lässt er sich auch gut merken. Bei den Überlegungen zu einem Firmennamen muss auch die Internationalität geprüft werden, also ob der Name auch in anderen Sprachen gut ausgesprochen werden kann. Wenn Sie ein international agierendes Unternehmen sind, sowieso, aber auch national agierende Unternehmen haben unter Umständen zum Beispiel Kontakt zu Lieferanten aus anderssprachigen Ländern. Im Hinterkopf sollte man auch die Bedeutung in anderen Sprachen haben und prüfen, ob es dabei nicht zu missverständlichen Übersetzungen kommt. Prüfen Sie zum Schluss noch, ob die Domain noch für Ihren Wunschnamen frei ist, denn für Ihre Internetpräsenz sollten Sie den Firmennamen ebenfalls nutzen.

 

Hier die Anforderungen nochmal als Liste:

  1. Eingängiger Name
  2. Möglichst kurz
  3. Unkomplizierte Schreibweise
  4. Einfache Aussprache
  5. Abkürzung möglich
  6. Internationalität gewährleistet
  7. Übersetzung prüfen
  8. Domain noch frei?

 

 

Methoden zum Finden eines Firmennamens

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf einen perfekten Firmennamen zu kommen. Manch einem kommt die Idee vielleicht unter der Dusche, dem anderen beim Joggen. Es gibt aber auch strategische Methoden, um einer innovativen Idee näherzukommen. Als Grundlage, für die Anwendung solcher Methoden, gilt aber zunächst die Definition einer Buyer Persona, um zu wissen, wen man mit den Produkten des Unternehmens adressiert. Je nach Ansprache (z.B.: jung, alt, lässig, formal) der Buyer Persona wird man zum Beispiel in Wortwahl, Sprache und Tonalität einen unterschiedliche Namen wählen. Weitere Basiselemente für das Finden eines Firmennamens sind die USPs des Unternehmens bzw. des Produkts. Welche Produkt- oder Alleinstellungsmerkmale gibt es, und wie können sich diese im Namen widerspiegeln? Der Name soll im besten Fall ein Gefühl oder ein Bild auslösen, sodass eine Verknüpfung zwischen Name und Firma oder Produkt stattfindet. Dazu kann man sich die Frage stellen, welche Adjektive diese Bilder oder Gefühle auslösen können, und die dann in den Namen integrieren.

 

  1. Brainstorming: Ganz klassisch kann man basierend auf den festgelegten Basiselementen zu den USPs ein Brainstorming machen. Alle möglichen Namensideen werden dazu gesammelt. Am besten mit dem ganzen Team.
  2. Mindmapping: Bei dieser Methode geht es ein bisschen strukturierter zu. Legen Sie verschiede Merkmale fest, mit denen Sie dann jeweils in einem Baumdiagramm Zusammenhänge verknüpfen. Mit dieser strukturierten Darstellung der Inhalte bzw. Merkmale können leichter Namen abgeleitet werden.
  3. Fragenreihe: Stellen Sie eine Frage zu Ihrem Unternehmen. Zum Beispiel: Welches Alleinstellungsmerkmal hat unsere Firma? Dann beantworten Sie diese Frage, und anschließend stellen Sie auf die Antwort fünf mal die Frage Warum. Ein bisschen eine Kleinkindstrategie, aber so taucht man immer tiefer in die Idee ein und kommt über die sehr detailreiche Erklärung auf eine Namensidee.
  4. ABC-Technik: Eine kleine Fleißaufgabe ist diese Technik, sie hilft aber viele Ideen zu sammeln. Schreiben Sie zu jedem Buchstaben aus dem Alphabet eine Eigenschaft oder eine Bezeichnung zu Ihrer Firma oder Ihrem Produkt auf. Machen das sogar mehrere Teammitglieder, ergibt sich eine Vielfalt von Ideen.
  5. Ping-Pong-Methode: Werfen Sie sich wortwörtlich Wörter mit Ideen zu Ihrer Firma, zu und Ihr Gegenüber muss dann mit diesem Wort weiterarbeiten und dazu andere Wörter spontan assoziieren oder das Wort ergänzen.

 

 

Fazit

 

Der Firmenname ist einer der Hauptbestandteile im Brandingprozess für ein Unternehmen. Es gibt einige Anforderungen an einen Firmennamen, die Sie bei Ihren Überlegungen beachten sollten; und um eigene Ideen zu entwickeln, können Sie ja mal eine oder mehrere Methoden ausprobieren. Wenn Sie gerade vor dem Brandingprozess für Ihr Unternehmen stehen, dann empfehle ich Ihnen unser kostenloses E-Book der Branding Guide.

 

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Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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