Inbound Marketing

Clevere Tipps für die ultimative Keywordrecherche

Wer sich mit Onlinemarketing beschäftigt, kommt um das Thema Keywords nicht herum. Mithilfe einer ausführlichen Keywordrecherche lässt sich eine optimale Contentstrategie für das Inbound Marketing entwickeln. Was alles zu einer vernünftigen Recherche für Suchbegriffe dazugehört und welche Tools Sie dafür benötigen, erkläre ich in diesem Blogartikel.

 

 

Was ist Keywordrecherche?

 

Damit Websites, Blogbeiträge oder auch Landingpages im Internet gefunden werden können und in den Ergebnissen der Suchmaschinen ganz weit oben erscheinen, müssen sie auf einen bestimmten Begriff optimiert werden. Damit meine ich, dass zum Beispiel in einem Blogartikel über Apfelkuchen das Wort Apfelkuchen nicht nur in der Headline, sondern auch im ersten Abschnitt und im folgenden Text auftauchen sollte. Die Algorithmen von Google bewerten dann diesen Artikel als interessant und wichtig, sodass er in den Anzeigen der SERPs (Search Enginge Results Pages, Suchergebnisseiten) steigt.

Bei der Keywordrecherche muss man herausfinden, nach welchen Wörtern die Buyer Persona konkret sucht, und dann, ob es relevant ist für dieses Keyword zu ranken. Dazu gehört dann die Bewertung des Suchvolumens für diesen Suchbegriff.

Damit es aber nicht zu Keywordstuffing kommt, also dem Überhäufen des Textes mit dem einen Keyword, können auch Synonyme verwendet werden.

 

 

Ziel der Keywordrecherche

 

Das Ziel ist es also, im Internet gefunden zu werden! Das Ziel der Keywordrecherche muss es also sein, die optimalen Keywords zu analysieren, um ein hohes Ranking in den Suchergebnisseiten der Suchmaschine zu erhalten.

 

 

Verschiedene Arten von Keywords

 

Man unterscheidet zwischen normalen Keywords, Mid-Tail-Keywords, Long-Tail-Keywords und Nischenkeywords. Wie schon die Namen erraten lassen, unterscheiden sie sich hauptsächlich in der Länge der Suchbegriffe.

 

  • Keyword: Ein einzelner Suchbegriff, der in die Suchmaschine eingegeben wird, zum Beispiel Laufschuh. Da dies ein so übergreifender Begriff ist, kann man sich schon vorstellen, dass das Suchvolumen extrem hoch ist. Meistens bezeichnet ein einzelnes Keyword eher ein Oberthema. Man könnte meinen, dass das ja eigentlich ganz gut ist, aber vermutlich sind wir nicht die einzigen, die ihre Texte auf den Begriff Laufschuh optimieren. Deshalb ist die Konkurrenz sehr groß und die Wahrscheinlichkeit mit diesem Keyword auf die erste Seite der Suchergebnisse zu kommen, eher gering.
  • Nischenkeyword: Es kann sich bei einem einzeln eingegebenen Begriff aber auch um ein Nischenkennwort handeln, das dann aber sehr spezifisch ist und deshalb vermutlich ein eher geringes Suchvolumen ergibt.
  • Mid-Tail-Keyword: Ein Mid-Tail-Keyword besteht aus zwei bis vier Wörtern, zum Beispiel Laufschuh Frauen oder Laufschuh Frauen Outdoor. Es ergibt ein mittleres Suchvolumen, daraus resultierend eine eher nur mittlere Conversion. Man muss an dieser Stelle abwägen, ob es Sinn macht für ein Mid-Tail-Suchwort zu ranken, oder ob man lieber ein Long-Tail-Keyword einsetzt.
  • Long-Tail-Keword: Wie der Name es bereits erkennen lässt, besteht ein Long-Tail-Keyword aus mehr als vier Wörtern. Oft sind es auch ganze Phrasen, die in das Suchfeld eingegeben werden, zum Beispiel: Was ist der beste Laufschuh für Frauen auf Asphalt? Dabei hat man meistens ein geringes Suchvolumen, aber dafür eine hohe Conversion, da der User genau weiß, wonach er sucht, und in der Buyers Journey kurz vor dem Kauf steht.
  • Saisonale Keywords: Zu erwähnen sind noch jahreszeitabhängige Keywords, deren Suchvolumen in der jeweiligen Jahreszeit natürlich viel höher ist, als im restlichen Jahr.

 

 

Welche Tools kann ich zur Keywordrecherche verwenden?

 

Es gibt unzählige Tools am Markt, die alle damit werben, Ihnen die besten Keywords auszuspucken. Ich stelle Ihnen mal die vor, mit denen ich immer arbeite:

 

  • Google Suggest: Einfach in die Sucheingabemaske bei Google einen Suchbegriff eingeben. Es werden von Google direkt Long-Tail-Keywords vorgeschlagen, die das eingegebene Keyword ergänzen.
  • Ubersuggest: Zeigt Ihnen in der kostenlosen Version das Suchvolumen zu einem Keyword, die Konkurrenzzahl und den CPC (Cost per Click) an.
  • answerthepublic: Was wird gefragt? answerthepublic zeigt zu allen W-Fragewörtern die Fragen an. Länder und Sprachen sind auswählbar.
  • W-Fragen-Tool: Ähnlich wie answerthepublic werden Fragen rund um das eingegebene Keyword gezeigt.
  • Keywordtool.io: Abhängig von der Suchmaschine kann man Suchvolumen, CPC etc. anzeigen lassen. Außerdem sieht man weitere Long-Tail-Keywords. Die ersten drei Ergebnisse kann man kostenlos sehen.
  • Keywordpro: Ein W-Fragen-Tool aus Köln und schon alleine deshalb erwähnenswert. Gut finde ich, dass man sich die W-Fragen sowohl als Mind Map als auch als Tree View, Tag Cloud und als Tabelle anzeigen lassen kann. Sehr übersichtlich.
  • Google Search Konsole: Über die Funktion Suchanfragen kann man die Google-Suchanfragen sehen, die zu Impressionns Ihrer Website-URLs in organischen Google-Suchergebnissen geführt haben.
  • Google Trends: Bei Google Trends sieht man aktuelle Suchanfragen und kann sich zu einem bestimmten Keyword auch verwandte Suchanfragen anzeigen lassen.
  • GoogleAds: Neue Keywords entdecken und Keywords hinsichtlich Suchvolumen prüfen sind neben der Gebotsschätzung die Hauptfunktionen von GoogleAds.
  • KWfinder: Der Keywordfinder zeigt das Suchvolumen, CPC und die Konkurrenzzahl an.

 

 

Bewertungskriterien von Keywords

 

Woher weiß man, welches Keyword geeignet ist? Unabhängig von den evaluierbaren Werten muss man die Keywords auf die Buyer Persona abstimmen. Daher ist es wichtig zu wissen, wonach die Buyer Persona sucht, welches Problem sie hat und welche Lösung sie benötigt. Dabei ist es ungemein wichtig, zum Beispiel nicht auf Fachbegriffe zu ranken, sondern eher auf Wörter die dafür umgangssprachlich verwendet werden. Ein Beispiel: Erste Hilfe bei Lumbago! Vermutlich wissen nur die wenigsten, was das bedeutet, und würden niemals danach suchen. Hätte ich aber geschrieben Erste Hilfe bei Hexenschuss!, wüsste jeder Bescheid. Und das Suchvolumen bei Hexenschuss wäre deutlich höher. Versetzen Sie sich unbedingt in Ihre Buyer Persona und ermitteln Sie aus ihrer Sicht die passenden Keywords.

Evaluierbare Bewertungskriterien sind:

  • Suchvolumen: Für alle Suchanfragen eines Suchbegriffs ergibt sich addiert pro Monat das Suchvolumen. Je höher das Suchvolumen ist, desto mehr User geben das Keyword in der Suchmaschine ein und als desto wichtiger wird das Keyword bewertet. Allerdings geht mit einem hohen Suchvolumen auch meist eine hohe Konkurrenz einher, da alle für dieses Keyword ranken wollen. Über das Suchvolumen kann man also ungefähr abschätzen, wie hoch die Konkurrenz ist und ob es sich lohnt, den eigenen Content darauf zu optimieren.
  • CPC: Der Cost per Click gibt den Durchschnittspreis an, der für einen Klick bezahlt würde. Genau wie bei dem Suchvolumen liegt der CPC umso höher, je höher die Konkurrenz ist.
  • Konkurrenz: In Tools wie keywordtool.io oder ubersuggest wird die Konkurrenzzahl angegeben. Je höher der Wert, desto höher, die Konkurrenz bei diesem Keyword und desto schwieriger ist es, einen Platz unter den ersten zehn SERPs zu ergattern.

 

 

Wie finde ich Keywords?

 

Es gibt kein Patentrezept für eine gute Keywordplanung, aber eine schrittweise und strukturierte Vorgehensweise ist sehr hilfreich.

  1. Meistens ist es ja so, dass man zu einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung einen Blogartikel oder eine Landingpage erstellen möchte. Sieht man das ein bisschen übergeordneter, ist ein Contentplan an dieser Stelle sehr hilfreich. Unter Beachtung der Unternehmens Buyer Persona. Möchte man zum Beispiel zum Thema Laufschuh einen Content-Hub, also ein Themencluster rund um das Hauptthema, erstellen, empfiehlt es sich, mit den W-Fragen-Tools Fragen zu sammeln. Genauso kann man bei Google Suggest das Keyword eingeben und schauen, was noch vorgeschlagen wird. Auch interessant ist bei Google die Anzeige: Nutzer fragten auch.
  2. Hat man nun viele Unterthemen eruiert, kann man diese Keywords und Long-Tail-Keywords bei Keywordtools auf Suchvolumen und CPC prüfen.
  3. Jetzt geht es ans testen. Ideal sind natürlich Keywords mit einem hohen Suchvolumen und niedriger Konkurrenz. Da diese rar sind, gilt es sich nun heranzutasten und auszuprobieren, welche Keywords gut funktionieren und wie man ein hohes Ranking in den SERPs erreicht.

 

 

Fazit

 

Bei allen Überlegungen, Recherchen und Anaylsen rund um das Thema Keyword darf man nicht vergessen, dass man die Blogartikel nicht für die Suchmaschinen und allein für das Ranking schreibt, sondern hilfreichen Content für seine User erstellen möchte. Gerade im Inbound Marketing geht es ja darum, möglichst nutzbringende Inhalte zu erstellen. Möchten Sie mehr zum Thema Inbound Marketing erfahren, können Sie kostenlos unser E-Book herunterladen.

 

Grundlagen-B2B-Inbound-Marketing

Britta von Oeynhausen

Über: Britta von Oeynhausen

Als Senior Projektmanagerin Marketing koordiniert und steuert sie bei vierviertel Inbound- und weitere Marketingprojekte. Sie hat bereits langjährige Erfahrung im Marketing auf Unternehmensseite gesammelt. Sie ist passionierte Hobbybäckerin und sportelt im Outdoor-Bootcamp.

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